Potsdam.

Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sollen problemloser und schneller von A nach B kommen: In Brandenburg werden auch in diesem Jahr Dutzende Kilometer maroder Straßen saniert oder neu gebaut. Planmäßig läuft nach Angaben des Infrastrukturministeriums die Sanierung der Ortsdurchfahrten weiter. Bis 2019 stehen dafür rund 100 Millionen Euro bereit. Seit 2015 wird landesweit daran gearbeitet. Mit Staus, Behinderungen, Umleitungen und Lärm muss immer wieder gerechnet werden.

Fortgesetzt werden die Bauarbeiten auf dem nördlichen Berliner Ring mit dem Ausbau der A10 – einem wichtigen Zubringer zu den Autobahnen A11 und A24 und Richtung Polen sowie nach Nord- und Südeuropa. „In den kommenden Jahren sollen die Fahrbahnen auf jeweils drei Spuren ausgebaut werden“, sagte Ministeriumssprecher Steffen Streu. Bis 2025 werden für die Autobahn 75.000 Fahrzeuge pro Tag pro­gnostiziert – davon fast ein Viertel Schwertransporter.

Weiter geht es auch auf dem südlichen Berliner Ring. Im April gab es den ersten Spatenstich für den Ausbau der Autobahn A10 zwischen den Dreiecken Nuthetal und Potsdam. Die 150 Millionen Euro für das Vorhaben Nummer 11 im Verkehrsprojekt Deutsche Einheit stellt der Bund bereit. Der neun Kilometer lange Autobahnabschnitt ist der am stärksten befahrene in Brandenburg. Für den Lärmschutz wird ein spezieller Asphalt eingesetzt. Für 2025 wird mit einem Strom von 117.000 bis 125.0000 Fahrzeugen am Tag gerechnet. Bislang sind es 90.000 in 24 Stunden.

In diesem Jahr steht unter anderem auch der Ausbau der Durchfahrt in Hennickendorf (Märkisch-Oderland) an, im Umfang von 5,2 Millionen Euro. An der Bundesstraße B96 zwischen Zützen und Golßen (Dahme-Spreewald) entsteht ein separater Radweg. Er ist vor allem für die Kinder auf dem Weg zur Schule oder ins Freibad gedacht. 1,4 Millionen Euro Bundesmittel kostet das. Weitere Projekte sind die Ortsdurchfahrten Dreetz und Rägelin (beide Ostprignitz-Ruppin) oder Milmersdorf (Uckermark).

In Brandenburg gibt es rund 800 Kilometer Bundesautobahnen, 2850 Kilometer Bundes- und 5800 Kilometer Landesstraßen. Zum Verkehrsnetz des Landes gehören auch 2970 Kilometer Kreisstraßen, 984 Kilometer Radwege an Bundes- und 1011 Radwege an Landesstraßen sowie 2576 Brücken. Etwa alle vier Jahre wird der Zustand der Straßen untersucht.